Die Publikation lenkt die Aufmerksamkeit auf kritische Fragen im Zusammenhang mit dem Verlust der biologischen Vielfalt und unternehmensgesteuerten Modellen, die natürliche Systeme für Profite ausbeuten.
Mit eindrucksvollen Bildern und aufschlussreichen Erklärungen unterstreicht dieses Werk die wichtige Rolle von Kleinbauern, indigenen Gemeinschaften und lokalen Umweltschützern bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt der Erde. Es befasst sich mit den Folgen der industriellen Landwirtschaft und den Risiken, die von digitalisierten genetischen Ressourcen ausgehen. Zudem kritisiert es falsche Lösungen, die durch Biodiversitätskredite und gentechnische Veränderungen angeboten werden, und fordert ein tiefgreifendes Überdenken unserer Beziehung zur Natur – unter Betonung der Notwendigkeit, lokale Ökosysteme durch biodiverse Lebensmittelkulturen, agrarökologische Praktiken und gemeinschaftliche Bemühungen zu regenerieren.
Weltweit haben Kleinbauern, indigene Völker und lokale Gemeinschaften lange Zeit die biologische Vielfalt bewahrt. Heute sind 69 % der globalen biologischen Vielfalt verschwunden, was größtenteils auf die industrielle Landwirtschaft und Monokulturen zurückzuführen ist. Diese unternehmensgesteuerten Systeme ersetzen natürliche Ökosysteme durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) und schädliche Agrarchemikalien und bedrohen sowohl die wilde Artenvielfalt als auch das traditionelle landwirtschaftliche Wissen.
Als Reaktion darauf fördern Unternehmen gewinnorientierte Programme wie Biodiversitätskredite, digitale genetische Konservierung und neue Gentechnik. Diese Ansätze machen die Natur zur Ware, umgehen Vorschriften und verschärfen die Krise der biologischen Vielfalt. Echte Lösungen liegen hingegen in der Unterstützung von Gemeinschaften, die die biologische Vielfalt durch nachhaltige Landwirtschaft, traditionelles Wissen und lokale Lebensmittelkulturen aktiv erhalten.
Echter Schutz der biologischen Vielfalt erfordert ihre Reintegration in das tägliche Leben, angefangen bei der Ernährung. Kleinbauern, indigene Gemeinschaften und lokale Naturschützer müssen bei der Umkehrung der Krise der biologischen Vielfalt eine Vorreiterrolle übernehmen, mit Praktiken, die auf Sorgfalt, Gegenseitigkeit und Harmonie mit der Natur beruhen – nicht auf Kommerzialisierung.
Die von Sara Filippi Plotegher mit eindrucksvollen Bildern illustrierte Broschüre ist ein visuelles und pädagogisches Hilfsmittel, das die Leser dazu einlädt, sich kritisch mit der dringenden Notwendigkeit eines systemischen Wandels auseinanderzusetzen, wie wir die biologische Vielfalt für künftige Generationen schätzen, schützen und regenerieren können.
Mit der Publikation zeigt Navdanya International, dass der Weg zur Umkehrung des Verlusts der biologischen Vielfalt in realen, gemeinschaftsgetragenen Lösungen liegt. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf erfolgreiche Modelle des Naturschutzes, die in der Weisheit indigener Gemeinschaften verwurzelt sind, die seit langem bewiesen haben, dass ein Leben im Einklang mit der Natur durch gift- und gentechnikfreie Anbausysteme sowohl die Ökosysteme als auch die lokale Wirtschaft regenerieren kann.
PDF-Download der Broschüre »Biodiversität ist nicht käuflich«
Der Originaltext ist erschienen unter: https://navdanyainternational.org/de/publications/biodiversitaet-ist-nicht-kaeuflich-illustrierte-broschuere/